Annas Blog

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Worte unsere im Herzen,
geheiligt seien die Namen
aller Dinge, die sind
und noch kommen.
Wie im Geist, so im Verstand.
Unsere täglichen Gedanken gib uns heute.
Und vergib uns unsere Dummheit,
wie auch wir vergeben die Dummheit unserer Nächsten.
Führe uns zur Weisheit,
und erlöse uns von Unwissenheit.
Denn euer ist die Magie,
der Zauber und die Kraft der Sprache.

In Ewigkeit. Sapere aude.

Es funktioniert nicht mehr

oder Meine guten Vorsätze fürs Neue Jahr

Ich konnte es. Sogar ziemlich gut. In den ersten Semestern haben sich viele beklagt. Sie wüssten nicht wo sie anfangen sollten, sie würden zu spät anfangen, zu viel Zeit anderweitig verschwenden. Herumdaddeln. Prokrastinieren.

Ich habe sie belächelt und wusste nicht wovon sie reden. Wahrscheinlich bin ich zu gatt durch die vielen Semester gerutscht, die jetzt schon hinter mir liegen. Im Rückblick war es so einfach – zu einfach? Ich war gefühlt immer mindestens einen Schritt voraus, manchmal zwei. Ohne allzu ehrgeizig zu sein, möchte ich hinzufügen. Ich habe mir nicht mehr aufgehalst als nötig oder vorgesehen war. Aber das Vorgesehene war gerade optimal.

Doch irgendwann im letzten Jahr ist etwas seltsames pasiert. Continue reading

Die gute Tat

Eine Geschichte über persönliche Blödheit und Menschen, die einem unerwartet helfen.

Ein eisiger Wind herrscht an Gleis sieben, an dem wir auf unseren Zug Richtung Heimat warten. Meine Mutter und ihr Lebenspartner warten die letzten Minuten mit uns. Dann sind sie auch uns los und es kehrt nach einer Woche weihnachtlichen Trubels wieder Ruhe ein. Meine Schwestern sind bereits heute morgen abgereist.

Endlich fährt der Zug ein, er ist relativ voll, aber wir haben ja reserviert. Also auf Plätze suchen. Die sind natürlich besetzt. Zwei ältere Herrschaften, das ist immer eine unangenehme Situation … “Schönen guten Tag, es tut uns leid, dass wir sie damit behelligen müssen, aber wir haben diese beiden Plätze reserviert.” Die beiden reagieren ungläubig, zücken ihr Ticket. Sie haben ebenfalls eine Reservierung. Wir vergleichen: Sitzplatznummer – identisch, Wagennummer – stimmt auch,  Zugnummer, Uhrzeit – ebenfalls identisch. Das kann nicht sein. Continue reading

Dankeschön Weihnachtsbär!

Es ist Weihnachten geworden. Egal, ob das Jahr voller Freude, Trauer, Stress, Langeweile oder einfach nur wie immer war, es wird immer Weihnachten werden. Wir werden nicht gefragt und das ist gut so. Es spielt auch keine Rolle, ob wir glauben oder nicht, in Deutschland, in Europa und in vielen anderen Teilen der Welt wird trotzdem Weihnachten. Und wir werden weihnachtlich. Wehmütig. Fröhlich und feierlich. Glänzend und glitzernd, voller dunkler Tage und heller Lichter.

Gestern war der erste Weihnachtsfeiertag und er war tatsächlich sehr besonders. Weil zum ersten mal seit Jahren alle meine Schwestern wieder mit am festlich gedeckten Tisch saßen. Dazu noch neue Familienmitglieder: Stiefväter und Brüder, Großeltern und mein noch ungeborener Neffe. Wir waren viele, wir waren laut! Continue reading

Bei Bier und Bionade

Ich habe das Gefühl diese vier Menschen kaum zu kennen, bei Manchen bin ich mir nicht mal mehr sicher, wie sie eigentlich heißen. Die Vorstellungs- und Namensspielchen vom Semesterbeginn sind schon wieder so lange her. Trotzdem sitzen wir jetzt nach dem Schauspielkurs gemeinsam in der “Bar der Bühne” bei Bier und Bionade. Die Getränkeverteilung verhält sich wie die Charakterverteilung. Die extrovertierten trinken Bier, der eher introviertierte Rest hält sich an der Bionade fest. Morgen ist schließlich Uni und alle müssen mehr oder weniger früh aufstehen.*

Das wirklich interessante an diesem Abend sind aber die Gesprächsthemen. Continue reading

Gefühlt meine halbe Arbeitszeit im PC-Pool unserer Fakultät verbringe ich mit Updates. Suchen, einspielen, installieren und anschließend: Warten, weiter warten, länger warten. Eine wahre Geduldsprobe – und ich bin nicht unbedingt für Geduld bekannt. Ich mag es, wenn Dinge gleich funktionieren. Bin auch durchaus bereit mich mit einem: “Egal, ich lass das jetzt so!” zufrieden zu geben. Nicht immer, aber doch des Öfteren. Continue reading

Auf unseren Spuren

SpurenStellen Sie sich einen Strand vor – früh am Morgen. Weit und breit ist keine Menschenseele zu sehen, der weiche, weiße Sand ist noch feucht und klamm vom Tau der letzten Nacht. Die Wellen haben ihn überspült und gemeinsam mit einem sanften Wind alle Spuren des Vortages getilgt. Rein und unschuldigt liegt er vor uns, so wunderschön in seiner Unberührtheit. Und dann komme ich, bewundere die Schönheit und bin zugleich getrieben von einem übermächtigen Wunsch, dem ich mich nicht verwehren kann. Setze einen Fuß auf den unberührten Sand, am besten barfuß. Lasse den Zweiten folgen. Laufe immer weiter, nehme mehr jungfreulichen Sand mit meinen Fußabdrücken in Besitz. Drehe mich um und bewundere meine eigenen Fußspuren. Als wären sie ein Wunder. Ein Abdruck meiner Persönlichkeit. Continue reading

Gespräch in der Straßenbahn:
Er: Es ist wahrscheinlicher vom Blitz getroffen zu werden, als im Lotto zu gewinnen!
Sie: Echt?
Er (stolz): Aber ich wurde schon mal vom Blitz getroffen!
Sie: Echt jetzt?! Krass!
Er: Deshalb spiele ich jetzt Lotto!

Als er erneut verneint, schaue ich ihm fest in die Augen: “Ja!” Ich stämme die Händen in die Hüften und wiederhole es mit nachdruck: “Ja-a!” Er ändert die Tatik: “Nein, nein, nein, nein, nein!” Ich warte, lege den Kopf schief: “Ja?” “NEIN!”, jetzt schreit er es fast hinaus in die Welt, sodass jeder es hören muss, hören würde.

Wäre nicht der Rest des Schauspielkurses ebenso wie wir zwei damit beschäftigt eine Ja-Nein-Diskussion zu führen. Continue reading

Im Taumel

Fünf Uhr Morgens. Als ich die Augen schließe dreht sich die Welt erstaunlicherweise nicht. Ich bin weniger betrunken, als ich dachte. Es ist kein Alkoholrausch. Es sind pure Endorphine.

Blickkontakt auf der Tanzfläche, angelächelt. Als er mir seine Bierflasche anbietet, greife ich zu. Wir Tanzen.

Irgendwann stehen wir an der Bar. Er will mir ein Bier ausgeben, ich zögere: “Vergeben.” Continue reading

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