Annas Blog

Tag: Abschied

Tschüss Schweden!

Noch ein letzter Blick über die Bucht und die strahlend blaue See. Ein letztes Dankeschön und noch eine Umarmung. “Its time to hug!” Gunilla lacht. Letzte Woche hat sie uns gesagt, dass sie nicht traurig ist über Abschiede von Wwofern. “Wenn man sich von Menschen verabschiedet, sollte man nicht traurig sein, man sollte froh sein über die Zeit, die man gemeinsam hatte. Denn auch wenn man sich nie wieder sieht, so bleiben es doch Freunde.”

Zweieinhalb Wochen auf einem schwedischen Bauernhof mit vielen Pferden, Schafen, Hühnern, Pfauen, Hunden, Katzen, Meerschweinchen, Schildkröten und Schlangen. Zweieinhalb Wochen großartiges Septemberwetter, ein ganzer Regentag, ein paar Schauer, ansonsten viel Sonne – teilweise sogar Badewetterr! Wobei das Meer recht kalt war. Nachmittage auf der Terrasse und am Strand, unterwegs auf Feldern und im Wald.
Trotzdem war es natürlich kein typischer Urlaub. Manch einer würde vielleicht sagen, es war gar kein Urlaub. Continue reading

Letzter Tag

Es war ein langer und intensiver Tag, mit zu viel Kuchen und jede Menge Gelächter (davon kann es nie zu viel geben). Den Vormittag habe ich damit verbracht mit verschiedenen Klassen meine selbstgebastelten Aktivity Varianten zu spielen und schon das war teilweise ziemlich lustig. Von Seiten der Schüler gab es zudem noch jeden Menge Feedbackbögen, Tee und eine Tasse, gute Wünsche und zwei Umarmungen.

Die offizieller Abschiedsfeier in der Schule fand gegen 13:00 Uhr statt und war ein wenig seltsam. Zunächst hatten Jana und ich schon bedenken, dass keiner kommt und der viele Kuchen (der übrigens gelobt wurde – Danke an die Rezeptgeberin!) nicht gegessen wird. Dann kam ein Teil und einige wichtige Peronen, wie die stellvertretende Schulleiterin, ohne die wir zunächst nicht nicht anfagen wollten, fehlten. Irgendwann haben wir dann doch zumindest schon mal Kuchen gegessen. Ein Gespräch wollte zu diesem Zeitpunkt leider nicht so richtig in Gang kommen, das lag eventuell an der Anwesenheit der Schulleiterin. Mein Abschiedsgeschenk von seiten der Lehrer war ein Fotobuch mit Bildern der Klassen und der Schule, sowie meiner Zeit an der Schule und den Ausflügen, die ich so gemacht habe. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Nachdem dann offiziell noch was gesagt worden war, saßen alle noch ein weiteres Weilchen verkrampft rum, bis uns das Klingeln zur Stunde und die Tatsache, dass einige (auch Jana und ich) noch unterrichten mussten, erlöst hat.

Nach der Schule haben ich noch ein paar Dinge für den Nachmittag eigekauft und bin eigentlich sofort weiter zu Jana, da der inoffizielle Teil auf den Nachmittag vorverlegt wurde. Das Problem war nämlich, das einige ihren letzten Bus bekommen mussten und daher sonst nicht gekommen wären (ein “Ja, aber” war übrigens anwesent, es heißt also doch nicht immer “Nein”).

Es war eine gesellige und lustige Runde mit noch mehr Kuchen, verschiedenen Leckereien und Wein. Wir haben wirklich viel und herzhaft gelacht, wenn gleich ich jetzt schon gar nicht mehr weiß worüber alles. Ich habe außerdem noch ein Zeugnis bekommen auf dem ich bewertet wurde (Verhalten = sehr gut; der Versuch im Unterricht Witze zu machen = sie wurde bei ernstzunehmenden Versuchen beobachtet; Aussprache komplizierter tschechischer Wörter = beim zweiten Versuch hat es immer geklappt; die Fähigkeit als Tschechin durchzugehen = ausgezeichnet, solange sie nicht spricht; wobei ich für Verständigung auf Tschechisch immerhin = ein großes Lob für meine Bemühungen bekommen habe). Alles in Allem habe ich also ein paar schöne Andenken bekommen.

Nachdem sich die Versanstalltung gegen halb neun weitestgehend aufgelöst hatte, habe Jana und ich beschlossen uns zum Quatschen noch in der Teestube niederzulassen. Das war super, weil ich dort auch noch meinen Lieblingstee kaufen konnte (alle, die mich besucht habe, wissen, welchen ich meine!). Ein Superabschluss für einen schönen Tag. Wobei es vielleicht nicht die allerbeste Idee war um halb zehn Abend eine Kanne schwarzen Tee zu trinken, aber wer braucht schon Schlaf, wenn er so viel Spaß haben kann ;).

Abschied ist ein interesanntes Wort, in dem auch immer ein wenig Wehmut und Traurigkeit mitschwingt. Aber ich empfinde das nicht so. Ich habe in diesen vier Monaten die Möglichkeit gehabt neue, tolle Menschen kennenzulernen und das ist kein Grund traurig zu sein. Ich habe jede Menge Erfahrungen sammeln können. Kein Grund zum heulen, oder? Ich bin sehr froh darüber, dass ich diese Erfahrungen machen konnte und ich habe es nicht eine Sekunde bereut! Und deshalb bin ich einfach nur glücklich, auch über den Abschied, denn der gehört dazu.

Countdown: Morgen reise ich ab.

Back- und Abschiedsorgien

Normalerweise ist es so, wenn man irgendwo eine längere Zeit verbracht hat und viele nette Menschen kennengelernt hat, dass man dann stückchenweise Abschied nehmen muss. Jeden Tag ein Paar von denen Tschüss sagen. Hoffen, dass man sie wieder sieht. Wissen, dass das bei manchen klappen wird, bei anderen nicht. Es ist aber auch eine intensivere Erfahrung, weil man merkt, wie vielen Menschen man etwas bedeutet und wer einem selbst etwas bedeutet.

Den heutigen Vormittag haben Jana und ich damit verbracht Deutsch zu sprechen (weil sie unbedingt noch ein wenig trainiren will, bevor ich weg bin) und Kuchen zu backen. Anschließend waren wir Mittagessen, Traditionell mit einer Freundin die ich vom Zumba kenne. Von der habe ich zum Abschied zwei CDs bekommen, eine davon handsigniert von der Benesover Berühmtheit Štěpán Kojan (ich hatte von dem Konzert, auf dem wir waren, erzählt).

Jetzt bin ich auf dem Sprung nach Prag, wo ich meine Gastmutter und meine Gastschwester von meinem ersten Auslandsaufenthalt in TSchechien wiedersehe und mal wie der Abschied nehme. Hier bin ich mir aber sicher, dass ich sie wiedersehen :).

Der Kuchen ist für den offiziellen Abschied morgen ion der Schule, ich werde versuchen davon zu berichten, aber es kann sein, dass ihr darauf bis Freitag früh (wenn ich ausgeschalfen habe) warten müsst.

Countdown: Noch zwei Tage bis zu meiner Abreise.

Letztes Wochenende: Sonntag

Countdown: Noch fünf Tage bis zu meiner Abreise.

Bin leider zu müde um diesen tollen Tag ausführlich zu beschreiben. Erfahrungen im Abfahrtsski gesammelt, gebastelt und die letzten Unterrichtstunden vorbereitet, beim Bowlen schon ein wenig Abschied gefeiert, alles in allem ein super Tag!

Wünsche euch eine gute Nacht!

Abschlussgespräche

Countdown: Nur noch acht Tage bis zu meiner Abreise.

Ein sicheres Indiz dafür, dass man bald abreist, ist das man auf einmal mit allen möglichen Leuten noch über alles Mögliche sprechen muss. Heute hatten wir zum Beispiel ein Gespräch mit der Schulleiterin. Das war nicht besonders spektakular: Alles ganz prima … blabla … hat viel Spaß gemacht … blabla … Eigentlich müsste ich länger bleiben usw. Dann haben wir noch ein wenig über die Probleme der Schule im Besonderen (Klassen etc.) und Allgemeinen (Schulpolitik in Tschechien) diskutiert, festgestellt das wir nichts ändern können – also ich defnitiv schon mal nicht – und uns gegenseitig für die super Zusammenarbeit gratuliert.

Mit Jana habe ich schon mehrfach meinen Aufenthalt hier ausgewertet, wir waren ja eigentlich immer im Gespräch und am Tüfteln. Das Ausfüllen des Europasses und des Abschlussberichtes, den Jana bei Comenius Tschechien einreichen muss, habe uns natürlich auch dazu gebracht nochmal zu überlegen, was ich eigentlich die ganze Zeit so gemacht habe hier. Jede Menge haben wir festgestellt: viele tolle Aktionen, Exkursionen und Ausflüge und ganz viele Erfahrungen, die ich in der Schule sammeln konnte. Eine Frage war allerdings ein wenig seltsam: Was hat die Assistenzkraft der Gemeinschaft vor Ort gebracht? Jana wollte (natürlich scherzhaft) schreiben: Sächsischen Wein und Dresdner Christstollen, was auch nicht falsch gewesen wäre. Aber das meinen die damit wohl nicht.

Das Formular für meinen Abschlussbericht ist noch nicht bei mir angekommen, bin gespannt, wann das soweit ist und was die alles so von mir wissen wollen…

Und der Countdown läuft …

Noch zehn Tage bis zu meiner Abreise.

Inzwischen müssen solche Dinge wie Abschiedsveranstaltungen in der Schule und eine kleine private Abschiedsparty geplant werden. Heute morgen bin ich von meiner Vermieterin überfallen worden, die ohne jede Vorwarnung mögliche neue Mieter angeschleppt hat (in meine unaufgeräumte Wohnung, wo der Wäscheberg vom Wochenende auf dem Fußboden lag …!) und denen erzählt hat, dass die Wohnung ab 1.2. frei ist. Das ist zwar nicht komplett falsch, aber sie erst abends frei. Das musste ich dann heute Nachmittag erstmal klarstellen. Mit ihrem Mann hatte ich das nämlich schon Anfang Januar besprochen.

Außerdem muss man an so viele Regularien denken. Das Europass dokument, das Papier, dass ich am letzten Tag unterschreiben und an den Pädagogischen Austauschdienst faxen muss. Mein Abschlussbericht (wobei ich im Moment noch darauf warte, dass mir jemand das Formular zuschickt) für den diese Aufzeichnungen hier eine wichtige Gedächtnisstütze sind.

Ach ja und am Wochenende gehen wir vielleicht nochmal Skilaufen, diesmal aber in der Nähe :). Ans Packen mag ich noch nicht denken, aber das sollte auch nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen. Zumal ich fast den ganzen 1. Februar dafür Zeit habe, da hier dann eh Zeugnisferien sind und meine Assistenzzeit vorbei sein wird.

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