Annas Blog

on va faire connaissance

Wir werden Bekanntschaft machen .. und zwar mit der franzosischen Sprache, wie uns unserer holl├Ąndischer (oder besser limburgischer) Franz├Âsischlehrer heute mitteilte.

P├╝nktlich zur zweiten Doppelstunde (die beginnt um 9:20) sa├č ich in einem f├╝r 30 Studenten viel zu kleinen Raum im Seminargeb├Ąude am Zelleschen Weg. Hier werden vorwiegend Sprachen unterrichtet und nur ab und zu verirrt sich das ein oder andere Seminar oder Tutorium hierher. Ich hatte noch einen Patz mit Tisch in der unbeliebten ersten Reihe ergattert und mir fest vorgenommen n├Ąchstes mal ein wenig eher da zu sein. Heute allerdings war das nicht m├Âglich, da mir erst nach dem Fr├╝hst├╝ck eigefallen war, dass ich f├╝r das anschlie├čende Psychlogieseminar einen Text hatte lesen sollen. Den habe ich noch schnell heruntergeladen und dabei sehr zu meinem Entsetzen festgestellt, dass ich es mit vierzig Seiten ├╝ber die “Methoden der Sozialpsychologie” zu tun hatte. Mein verzweifelter Versuch noch schnell etwas davon zu verarbeiteten endete auf Seite 13. Dann musste ich mich wirklich sputen, Apfel und Wasserflasche, sowie der unverzichtbare Collegblock haben es in den R├╝cksack geschafft. Das F├Ąderm├Ąppchen blieb einsam auf dem Schreibtisch zur├╝ck, aber immerhin gibt es irgendwo in meinem Rucksack immer einen Not-Kuli.

Aber der Sprachlehrer (Dozent ist ja kein so richtig passender Begriff, wenn von Sprachunterricht die Rede ist) kam auch zu sp├Ąt. Er war mit dem Fahrrad gest├╝rzt. Komisch irgendwie, das alle neuen Lehrer/Dozenten die ich im Moment habe sich dauernt auf die Nase legen. Dieser ist jedenfalls recht sportlich und ich w├╝rde so auf mitte f├╝nfzig tippen. Seine pinke (! – er selbst bezeichnete sie als “Rote Fahrradhose”, aber da muss schon Farbenblindheit im Spiel gewesen sein) R├Âhrenhose war an einem Knie aufgerissen und der arme Mann humpelte. Trotzdem hat er erstmal erz├Ąhlt, dass er – wie jeder gute Holl├Ąnder – nat├╝rlich zuerst nach seinem Fahrrad geschaut hatte nach dem Sturz. Das war ├╝brigens ganz geblieben.

Von der franz├Âsischen Sprache haben wir heute vor allem die Aussprache ge├╝bt. Dazu hat er alles was in der ersten Lektion dran kommen soll (Stichpunkte wie: Sich vorstelle, …) in Lautschrift an die Tafel geschrieben und wir sollten es aussprechen und raten worum es geht. Dazu muss man ein wenig Lautschrift lesen k├Ânnen, denn obwohl er das ganze nat├╝rlich erkl├Ąrt hat, erleichtert es das erheblich. Ansonsten ging es erstmal nur um das Lehrbuch (schon bei Amazon in Auftrag gegeben) und andere organisaorische Dinge. Ich denke morgen geht es dann richtig los. Ich freu mich schon!

Was ich sonst noch so gelernt habe: Mastrich liegt im Limburger Land, das wiederum geh├Ârt zu Holland. Und Menschen die in solchen Gegenden (wie das besagte Drei-L├Ąnder-Eck (Holland, Deutschland und Belgien)┬á aufwachsen haben das Gl├╝ck ziemlich viele Sprachen schon ziemlich fr├╝h zu lernen. Vielleicht sollte ich meine ├ťberlegungen, wo ich sp├Ąter mal leben und arbeiten m├Âchte, anhand solcher Gesichtspunkte treffen … ;)

Categories: Gedanken zu Sprache und Sprachen, Unialltag

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2 Comments

  1. Laura startet im n├Ąchsten Schuljahr auch mit Franz├Âsisch, da wei├č ich ja dann schon wer helfen kann (ich nicht) ;-)

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