Annas Blog

Category: Nebenbei zur Kenntnis genommen (page 2 of 5)

Pfingstferien

Kurzer Überblick über die Highlights der letzten Woche:

  • Opern sind bisweilen deutlich alberner als die schlimmsten Soaps. Bestes Beispiel: Mozarts “Cosi fan tutte”. Offensichtlich sah der Regiseur das aber auch so, sonst wären wohl nicht alle Darsteller in Clownskostümen aufgetreten.
  • Probiert: Zwei vegane Kuchen und sie waren beide hervoragend!  Allerdings sollte man keine Angst vor Kalorien haben.
  • Sonstige kulinarische News: Vegetarische Anfänger habens nicht leicht! Aber hier gilt “Was in Vegas (oder in M***) passiert, bleibt in Vegas!” Also sprechen wir nicht drüber.
  • 3D-Bogenturniere machen echt Spaß, solange man das Testosteron-Gehabe der bewaffneten Männer (und einiger Frauen) übersieht.
  • Alte Freundschaften auffrischen ist was Gutes, Schulzeit Gespräche á la “wie hieß der Lehrer noch mal…?” sind aber inbegriffen.
  • Zugfahren kann Spaß machen, muss aber nicht.
  • Berlin bei Regen ist unattraktiv.
  • Ich habe mir mit dem Besuch im Pergamon Museum den Wunsch erfüllt das Ishtar Tor zu sehen und hindurch zu gehen. Das wollte ich schon, seit ich das erste Mal das “Museum der gestohlenen Erinnerungen” von Isau gelesen habe. Das ist zwar schon eine Weile her, aber da ich das Buch sehr oft (zweistelliger Bereich) gelesen habe, ist die Geschichte bei mir immer noch sehr präsent. Leider ist nichts passiert, sonst könnte ich wohl jetzt nicht schreiben. ;)
  • Shakespeare in 90 Minuten ist utopisch. Wusste ich natürlich vorher, aber etwas weniger Klamauk hätte trotzdem nicht geschadet.
  • Sagte ich schon, dass Berlin bei Regen nicht so toll ist?

Jetzt bin ich wieder zu Hause. Leider regnet es auch hier. Der Sommer ziert sich noch. Aber nach drei verschiedenen Betten und vier Zugfahrten ist es schön wieder daheim zu sein!

Gartenträume

Ich habe mich letztes sehr amüsiert, als ich Martensteins Text über Buddhas in deutschen Gärten laß. Heute war ich im Park der Gärten in Bad Zwischenahn. Das war sehr hübsch und interessant. Aber mein absolutes Highlight dort waren die Froschbuddhas.

Das ist dann wohl fernöstliche Symbolik ad-absurdum!

Begegnungen

Manchmal sind für uns nicht die Pärchen-Abende die magischste Tageszeit sondern die Samstagmorgende. Besonders natürlich die Samstage, an denen man ausgeschlafen und fit ist und den Anfang des Tages gemeinsam damit verbringt noch ein paar Wochenenderledigungen durchzuführen.

Diesen Samstag haben wir das wieder mal ein wenig zelebriert. Auf dem “noch-zu-erledigen-Plan” stand ein Besuch im Fahrradladen (ich brauche einen neuen Fahrradkorb) und das in Augenschein nehmen eine Vegan-Ladens, der nicht allzu weit von unserer Wohnung entfernt sein sollte. Alles verbunden durch einen schönen Spaziergang. Das wichtigste an solchen Erledigungs-Pärchen-Unternehmungen ist, dass man offen für die Dinge um sich herum ist und nicht mit festen Einkaufslisten herumläuft. Dann macht das ganze keinen Spaß. Zu enge Zeitpläne darf man sich auch nicht setzen, das schränkt die Spontanität und Entdeckerfreude erheblich ein.

Etwas enttäuscht standen wir dann allerdings vor dem Vegan-Laden, dessen Besitzer aufgrund von “spontanem Urlaub” geschlossen hatte. Eines unserer Ausflugsziele war also schon mal ins Wasser gefallen. Direkt gegenüber befindet sich aber ein Eine-Weltladen, den ich im Vorbeiradeln schon öfter gesehen, aber noch nie betreten hatte. Kurzentschlossen betraten wir also stattdessen diesen Laden.

Das Flair war sehr typisch, der Geruch von Räucherstäbchen hing in der Luft und es sah nicht kaufhausmäßig-kommerziell, sodern ein wenig verkramt aus. Eine sehr stereotypenhafte Mitt-Fünfzigerin kam auf uns zu und erläuterte uns kurz, wo im Laden wir was finden, nachdem sie sich erkundigt hatte, ob wir schon einmal dagewesen wären. Lange bunte Leinenkleider, einige wenige mit Holzperlen verzierte Rastazöpfe und ansonsten eher kurzgeschorene Haare. Wie gesagt ein wandelndes Stereotyp stand vor uns.

Aber ihr offene und herzliche Art führte dazu, dass wir bald miteinander ins Gespräch kamen. Über vegane und vegetarische Ernährung, Quinoa (2013 ist übrigens das Jahr des Quinoas!) in den verschiedenen Farben und meine Verwunderung darüber, dass es den auch gepoppt gibt. Das Konzept der “Eine-Weltläden” (es handelt sich übrigens um den Ältesten in Dresden und einen der Ältesten in den neuen Bundesländern) wurde ebenso thematisiert, wie, was wir machen, wo wir uns kennen gelernt haben und warum wir es (seit immerhin 3,5 Jahren in Löbtau ansässig) noch nicht geschafft haben, im Weltladen vorbei zu schauen (Asche auf unsere Häupter).

Ausgestattet mit schwarzem Quinoa, einem Gewürz mit dem Namen Himalaya, das nach Indien riecht, Masala-Chai und jede Menge neuen Informationen und Infomaterialien, verließen wir den Laden eine gute Stunde später wieder. Zu Hause angekommen hatten wir jede Menge spannenden Gesprächsstoff und waren um ein “magisches Pärchen-Erlebnis” reicher. Und den Weltladen werden wir wohl in Zukunft öfter besuchen, denn die meisten Sachen dort sind Fair und Bio. Retten wir also ein wenig die Welt!

Unter Freunden – eine Konsumkritik

Vor inzwischen über einem Jahr habe ich zum ersten Mal Erfahrungen mit dem Konzept “Verkaufsparty” sammeln können. Damals war ich zu einer Freundin auf eine Tupper-Party eingeladen. Im großen und ganzen besteht diese “Party” aus einer Vorstellung aller wichtigen Produkte (in diesem Fall die der Firma Tupper), ohne die man nicht leben kann. Und falls man es bisher konnte, dann wird es einem in Zukunft verleidet, weil man ohne nicht mehr leben möchte. Zum Beispiel die Schüssel mit deren Hilfe man Nudeln in der Mikrowelle kocht. – Nie von gehört? – Braucht man auch eine Mikrowelle für, aber diese Mehrkosten sollte einem der Spaß schon wert sein.

Anschließend gibt es eine Produkttestphase. So haben wir auf besagter Veranstaltung zusammen eine Quiche gebacken, mit Hilfe verschiedener Tupperprodukte versteht sich. Seit dem weiß ich, dass es einen Tupper-Zwiebelhexler gibt, den ich durch ein Band antreibe. “Keine tränenden Augen” (O-Ton der Verkäuferin), aber viel Abwasch und ich bin mit dem Messer definitv schneller, wobei ich natürlich einen unfairen Vorteil gegenüber vielen Hobbyköchen habe. Unverzichtbar ist auch der Dosenöffner. Für dreißig Euro kann ich etwas erwerben, das ewig hält, keine scharfen Räder erzeugt und ohne Krafteinsatz anwendbar ist. Das würde sich bei unserem Dosenkonsum auch wirklich rechnen. Zumal jede gute Mutter (nicht das bei besagter Veranstaltung welche dabei gewesen wären…) ihrem Kind immer Dosen zum auslutschen gibt, ohne scharfe Ränder natürlich, wegen der leckeren Bisphenol-A-haltigen Kuststoffbeschichtung innen … Mhhh!

Die Quiche, gebacken in einer Latex-Form bei deren Verwendung man keinen Teig für den Boden benötig, war übrigens höchstens mittelmäßig. Wenn ich kalorien- oder kohlenhadratarm essen möchte, dann sollte es halt lieber ein schöner Salat sein und kein Quiche ohne Boden.

Abschließend kommt dann die Verkaufsphase. Man hatte ja ausreichend Gelegenheit die Vorteile aller Produkte zu bewundern und möchte nun nach Möglichkeit ganz tieef in die Taschen greifen, um vielleicht den ein oder anderen Schatz mit nach Hause zu nehmen. Bei Tupper ist es übrigens auch so, dass der Gastgeber ein Geschenk bekommt, das umso größer ausfällt je kauffreudiger sich die eingeladenen Freunde zeigen. Die fragwürdigen Seiten des Netzwerkmarketings.

Ich habe mich damals der Ausgabe auch nur eines einzigen Euros verweigert. Und selbst bei Sachen, wo man mal sagt “ok, das könnte ganz praktisch sein” stellt man fest, brauchen (im Sinne von ohne dieses Produkt nicht klarkommen) tut man es nicht. Und heute wüsste ich nicht mal mehr, was davon ich überhaupt praktisch gefunden habe. Im Gedächtnis geblieben sind mir nur die Kuriositäten.

Letzten Freitag war ich mal wieder zu so einer Veranstaltung eingeladen. Diesmal handelte es sich um einen Schminkworkshop, also die getarnte Verkaufsveranstaltung einer Kosmetikvertreterin. Versprochen wurde einem eine “freudvolle und spannende Atmosphäre”. Schon das Wort freudvoll ist in diesem Zusammenhang fragwürdig und was an Kosmetik Spannung erzeugt, blieb auch offen. Bislang dachte ich immer, jede Menge Creme im Gesicht hilft Spannungen zu reduzieren. Naja – genug der Wortspielerei. Ich gebe zu, ich bin von Natur aus neugerig, also bin ich hingegangen. Was man nicht ausprobiert hat, darüber kann man nicht sprechen (und in meinem Fall auch nicht schreiben) und schminken ist ja etwas, dass den meisten Frauen und Mädchen Spaß macht.

Ich möchte auch ehrlich sein, ich habe tatsächlich etwas darüber gelernt, wie ich zum Beispiel meine Augen besser schminken kann. Im Alltag bin ich ja häufig sogar für Mascara zu faul und Makeup benutze ich nie. Trotzdem sollte man vieles in Frage stellen. So bin ich nach wie vor überzeugt nicht drei Schichten Irgendwas auf mein Gesicht auftragen zu müssen. Und das alle diese Schichten “meine Haut atmen lassen sie aber vor allen schädlichen Umwelteinflüssen (Pollen, Sonne, Bakterien) schütz” wage ich ebenfalls zu bezweifeln. Angefühlt hat es sich irgendwie nicht so.

Das Ergebnis sah allerdings gut aus, wobei ich so nie zur Uni gehen würde und selbst für das geplante Essengehen am Freitag Abend kam es mir ein wenig to much vor. Aber ich weiß jetzt, dass ich eng stehende, große, leicht schräge grüne Augen und ein viereckiges Gesicht habe. Das alles hätte mir ein Blick in den Spiegel natürlich auch offenbaren können, aber ich habe jetzt eine darauf zugeschnittene Anleitung, wie ich am besten Liedschatten auftrage und wie ich den Eyliner zu setzen habe.

Am Ende kam natrülich auch hier die Verkaufsphase und diesmal habe ich tatsächlich etwas gekauft. Praktischerweise haben ja solche Berater ein tragbares EC-Gerät, sodass man das Geld virtuell schon mal los ist, bevor man das Produkt in der Hand hat. Auch einen Termin für eine Hautfachberatung habe ich mir aufschwatzen lassen, den werde ich aber wohl wieder absagen. Die Produktserie im Wert von über hundert Euro, die man da empfohlen bekommt, will ich eh nicht. Dann liebe gar nicht erst hingehen.

Das ist das Problem mit dem Party-Konzept, wenn die Verkäuferin nett und sympathisch (also gut) ist, dann will man nicht nichts kaufen. Schließlich hat sie sich drei Stunden Zeit für den Spaß genommen. Beim nächsten Mal werde ich deshalb lieber nicht mehr hingehen. Wobei, wenn ich sie einladen würde, bekäme ich ein Pinselset im Wert von 50 Euro, nicht das ich wüsste, was ich mit 15 verschiedenen Pinseln anfangen sollte. Angeblich geht das morgendliche Makeup dann schneller. Aber wie gesagt, ich benutze morgens nichts, wofür ein Pinsel nötig wäre.

Eine andere Freundin ist genau aus diesem Grund gar nicht erst hingegangen. Sie meinte allerdings lakonisch: “wenn wir schon Verkaufspartys veranstalten, warum machen wir dann nicht ein Dildo-Party?” Da gäbe es wenigstens Sekt und interessante Frauengespräche.

Wie da allerdings die Produkttestphase aussieht, habe ich lieber nicht nachgefragt.

Liebe Dresdner Stadtplaner,

Vielleicht ist es an der Zeit, dass ich mich einmal bei euch bedanke. Gerade heute auf dem Rückweg von der Uni habe ich den Hindernisparcour, der meinen täglich Arbeitsweg darstellt, wieder einmal mit Bravour gemeistert. Ich trainiere dadurch zweimal täglich Aufmerksamkeit, Konzentration und Reaktionsvermögen.

So musste ich wieder diversen auf den Bus wartenden und sich gedankenverloren bewegenden Menschen ausweichen und zwei mal scharf bremsen damit niemand zu schaden kommt. Dieses Gefahrentraining wird mir allein dadurch ermöglicht, dass die Radwege zwischen Bushaltestelle und Straße entlang führen, also danke dafür.

Auch die vielen Schlaglöcher und hohen Bordsteinkanten, die ich mit meine dünnen Reifen zu meiden versuche, helfen mir beim Fahren nicht einzuschlafen. Die zum Teil fehlende Markierung sorgt dagegen dafür, dass die Radwege aus dem Bewusstsein der Autofahrer verschwinden und verlangen von mir nicht nur das Beobachten der zu hohen Bordsteinkante, sondern stellen auch noch kommunikative Anforderungen. Denn ich muss herannahende Autos aufmerksam im Auge behalten und wenn möglich Blickkontakt mit dem Autofahrer aufnehmen. Damit er ja nicht vergisst, wer hier Vorfahrt hat – nämlich ich!

Ganz entzückt bin ich auch von den zwei Baustellen, die sich seit neuestem auf meinem (nur etwas 5 km langen) Weg befinden. Ein wenig Slalom kann für das Koordinationstraining eines jeden Radfahres nur von Vorteil sein. Und es versteht sich ja auch von selbst, dass die Autos auf Radwege umgeleitet werden und der Radfahrer den Umweg in Kauf nimmt. Schließlich möchte er nicht nur sein Ziel erreichen, sondern auch ein wenig trainieren. Sportliches Engagement geht klar vor.

Ich finde es auch völlig ok, wenn ihr Radwege wegmacht und stattdessen lieber Parkplätze baut. Die faulen Autofahrer müssen selbstverständlich immer direkt vor dem Geschäft parken können, denn sonst würde sie warscheinlich nicht mehr einkaufen gehen. Und den wirtschaftlichen Schaden, der dadurch entstünde, möchte ich nicht auf meine Kappe nehmen.

Nein, keine Sorge: Wir Radfahrer stecken das schon weg! Fragt sich nur, wie lange noch.

Gezeichnet,

eine Radfahrerin

 

Und schon ist es wieder vorbei!

Noch eine Stunde Unterricht am morgen, ein Gespräch mit dem stellvertretenden Schulleiter und schon ist es wieder vorbei…

Fazit: Ich mag Offenburg, die Schule hat mir super gut gefallen und der Unterricht hat Spaß gemacht. Wer Details will, bitte telefonisch/ persönlich melden ;)! Ich muss jetzt nämlich fertig packen und mich auf den Weg nach Heidelberg machen, denn ich habe nun ein wenig Urlaub!

PS: Auf dem Header habt ihr endlich ein von mir geschossenes Frühlingsfoto. Hier in Offenburg fällt nämlich schon seit drei Wochen kein Schnee mehr! Ein Grund mehr Baden-Württemberg als zukünftige Heimat in Betracht zu ziehen ;)

Aussichten auf das Referendariat

Das Referendariat ist nichts worauf sich Lehramtsstudenten freuen. Die Begeisterung darüber fertig zu sein oder es bald zu werden, trübt sich zumeist automatisch, wenn sie an die gequälten Gesichter von Referendaren aus ihrem Bekanntenkreis denken oder an die noch quälenderen Gerüchte von Bekannten, die wiederrum einen Referendar kennen der unglaubliche Qualen erleidet. Dass ich letztens über folgenden Artikel zu dem Thema gestolpert bin (Artikel Ref), hat meine Begeisterung für das Referendariat nicht unbedingt gesteigert. Eine junge Lehrerin hat mal zu mir über ihre Referendariatszeit Folgendes gesagt: “Allzu viel habe ich nicht geweint…”. Sie ließ den Satz im Raum stehen und ich weiß bis heute nicht, was ihrer Definition nach viel bedeutet. Aber das macht ja es nur umso bedrückender.

Dabei habe ich in diesem Praktikum letzte Woche zum ersten Mal eine Punkt erreicht im Studium, wo ich sagen würde: “Hey Leute ich bin so weit, ich fühle mich vorbereitet! Es kann losgehen!” Wobei dieses Gefühl wahrscheinlich auch ein bischen daher rührt, dass ich glaube, dass alles was an der Uni noch auf mich zukommt meine Fähigkeiten und Kompetenzen nicht in einer Richtung verbessern wird, die irgendeinen Wert hätten in Bezug auf mein künftiges Lehrerdasein. Klingt irgendwie deprimierend, wenn ich so darüber nachdenke, immerhin will/muss ich noch zwei Semster studieren.

Letzte Woche hatte ich zudem die Gelegenheit, eine Referendarim vor und nach ihrer letzten Prüfungslehrprobe live zu erleben. Sie sitz im Lehrerzimmer des HLS Offenburg neben mir und hatte am Montag erfahren, dass besagte Lehrprobe am Donnerstag stattfindet. In der Frühstückspause am Donnestag baute sie dann ihre ganzen Materialien im Raum der 12. Klasse des Ernährungswissenschaftlichen Gymnasiums auf, wo ich auch gerade zwei Stunden gehalten hatte. Da ich die nächste zwei Stunde frei hatte, bekam ich sogar die Gelegenheit ihr euphorische Stimmung dirket nach der Lehrprobe, das bange und immer nervösere Warten auf das Ergebnis (eine Stunde!) und die Wut und Enttäuschung über das nur “gut” ausgefallene Ergebnis live mitzuerleben.

Drei Lehrproben im Leben eines Referendars bestimmen eventuell alles, was danach kommt. Und das, wo allen Lehrern im Studium immer wieder erzählt wird, wie unglaublich subjektiv und ungerecht Noten doch sind. Hach – was ist die Realität doch für eine spaßige Satire ihrer selbst. So schön, dass man nicht weiß, ob man darüber lieber lachen oder weinen soll.

Gute Vorsätze nach einer anstrengenden Woche

Ich hatte mir für dieses Wochenende einiges vorgenommen. Zum Beispiel wollte ich die noch nicht fertigen Unterrichtsvorbereitungen für nächste Woche schon mal fertig machen. Damit ich dann Anfang der Woche schon mal an dem Bericht fürs Praktikum schreiben kann, oder so…

Aber mit guten Vorsätzen ist das ja meist so, dass sie genau das bleiben, nämlich Vorsätze. Am Freitag war ich mit Lena in der Offenburger Stadtbibliothek, im Fitnesstudio und wir haben abends zusammen gekocht (fleischfrei versteht sich). Am Samstag war ich auf dem Markt, es war sonnig und schön und definitiv das falsche Wetter, um in der Wohnung zu sitzen. Abends habe ich dann ein super Curry gekocht, auch fleischfrei selbstverständlich ;). Tja und heute hat es zwar geregnet und es wäre das perfekte Wetter gewesen, um am Schreibtisch zu sitzen, aber irgendwie habe ich mir zwanghaft andere Beschäftigungen gesucht. Haare färben zum Beispiel. Das dauert seit ich dafür Henna nehme ziemlich lange und erfordert zwingend einen Badputz im Anschluss. Mit meinem aktuellen Strickprojekt bin ich auch weitergekommen, ach ja und ein gutes Buch in einem bequemen Sessel an einem Regentag, wer könnte da “Nein” sagen?

Und irgendwie fand ich schon, dass ich es ein wenig verdiehnt habe. Die letzte Woche hat mich ziemlich gestresst, aber nachdem am Donnerstag Nachmittag alles vorbei war und die Vorbereitungen für die nächste Woche, die ich ja zum Teil schon mitgemacht hatte, nicht so drängend waren, weil weniger und wie gesagt schon teilweise feritg – hach, da darf man ja auch mal rumlümmeln, oder?

Keine Sorge ihr müsst mir nicht zustimmen, das ist rhetorisch gemeint. Ich bin von der Wahrheit quasi unglaublich fest überzeugt. Und deshalb werde ich auch den Rest des abends noch ein wenig genießen, bevor ich morgen früh wieder ersthaft was tue – diesmal wirklich, also höchstwahrscheinlich – und wenn nicht dann spätestens Dienstag … oder so ähnlich ;).

 

Verschollen unter Bergen von Unterrichtsvorbereitungen

Knapp die Hälfte meiner Pflichtstunden habe ich bereits gehalten (sieben). Heute war zum Beispiel die Fair Trade Wiederholung in Kombination mit der Ökobilanz dran. Morgen um Diese Zeit bin ich noch in der Schule und zwar in meiner 14 Stunde, wenn ich dann die Schule verlasse, habe ich den größten Teil hinter mir.

Dem entsprechend anstrengend ist diese Woche allerdings auch, da ich teilweise schon für meine letzten Stunden in der letzten Woche mitgeplant habe, weil ich den Stoff gleich komplett über die mit zur Verfügung stehenden Stunden verteilt habe, liege ich gerade gefühlt unter Materialbergen.

Unterrichtsentwürfe, Arbeitsblätter, Infomaterialien, Folien, Bücher und noch mehr Arbeitsblätter. Einen Unterrichtsversuch von morgen muss ich nochmal überarbeiten und zum Absegnen wegschicken (das wäre dann Versuch drei) und hoffen, dass er diesmal abgenickt wird. Dann alles für morgen zurecht legen, nochmal durchgehen und Tasche packen und dann … wird es warscheinlich spät genug abends sein, dass ich mich gleich ins Bett hauen kann.

Referendare haben zwischen acht und zwölf Stunden die Woche eigenen Unterricht zu halten. Da liege ich mit neun Stunden diese Woche ja ganz gut drin. Also ist das hier der Vorgeschmack aufs  Ref – naja man darf gespannt sein. Eine Freundin von mir meinte letztens: “Naja, mit der Zeit wird`s leichter und braucht nicht mehr ca. 10 Stunden Vorbereitungszeit für eine Stunde Unterricht…” Sie ist jetzt seit einem halben Jahr im Ref. Dann mach ich jetzt mal weiter und ich versuche, das motivierend zu finden!

Für Weltverbesserer

Ich sitze gerade (wieder) über meiner Stunde zur Ökobilanz. Daher ein kurzer Hinweis für alle die sich auch für dieses Thema interessieren. Unter http://www.footprintrechner.at kann man seinen CO2-Fußabdruck berechnen und überlegen, wie man dazu beitragen kann etwas zu ändern. Dauert nicht zu lange und ist ganz interessant!! Also viel Spaß damit!

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